خفته را خفته کی کند بیدار ……

21 اوت 2010

Neue Trends und Bewegung der Zukunftsforschung

Filed under: Uncategorized — شهرام شیخ زاده @ 08:54

Eine Komparativ-Studie über die aktuelle politische Lage im Iran (2010)

Von Shahram Sheikhzadeh
Juli 2010

2009 beging der Iran den 30. Jahrestag seiner islamischen Revolution. Am 16. Januar 1979 verließ der Schah das Land und erklärte damit seinen Kampf gegen die Revolutionäre für verloren. Zwei Wochen später kehrte Ajatollah Chomeini, mit Unterstützung der breiten Mehrheit der Bevölkerung auch der jungen Generation und der Frauen, in den Iran zurück und verkündete den Sieg der Revolution.
Noch in 2009 fand die iranische Präsidentschaftswahl statt. Wie bekannt, geschahen viele Ereignisse, nachdem Ahmadineschad vom Wächterrat zum Wahlsieger erklärt wurde. Tausende von Menschen, besonders Frauen und die junge Generation, protestierten auf den Straßen Teherans und anderer Städte. Die bedingungslose Unterstützung des geistlichen Führers Ajatollah Chamenei wirkte sich negativ auf das Verhältnis zwischen Klerus und Politik aus. Schon in den 30 Jahren zuvor war es kontinuierlich zu einer zunehmenden Spaltung zwischen Regime und Bevölkerung gekommen. Zum ersten Mal in der dreißigjährigen Geschichte der islamischen Republik hatte die Mehrheit der Menschen – ganz gleich ob sie tief religiös verwurzelt waren oder nicht – kein Vertrauen mehr in die religiösen politischen Führer.
Dieser Artikel befasst sich mit den Ereignissen der letzten 20 Jahre auf nationalen und internationalen Ebenen und versucht in Kürze die Rolle der Futurismus-Bewegung in diesen Ereignissen zu analysieren und zu verdeutlichen. Damit gelingt vielleicht eine Prognose für die Strategie und für konkrete Maßnahmen als Reaktion auf zukünftige Situationen.

Vorwort
– Innen- und außenpolitische Komponenten mit Einfluss auf das politische Klima im Iran in den Jahren 2000-2006
– Innen- und außenpolitischen Komponente mit Einfluss auf das politische Klima im Iran in den Jahren 2007–2010
– Auswirkungen der Auflösung des unipolaren Systems im Nahen Osten 2007 – 2010
Auswirkungen des Ruckgangs der Ölpreise auf den Iran 2007 – 2008
– Die Auswirkungen der Strategie des „Kalten Krieges“ gegen die Islamische Republik 2007-2010
– Abschwächende Faktoren für islamischen Bewegungen mit politischem Hintergrund im Iran und Nahen Osten 2007-2010
– Herausforderung der zukunftsorientierten Kräfte im Umgang mit der neuen Situation
Aktueller Stand zukunftsorientierter Gruppen
– Erfahrungen aus der Vergangenheit
– Fazit
– Quellen

Vorwort
Der Artikel besteht aus zwei Teilen. Der erste Abschnitt enthält Statistiken, der die Unterschiede in den Jahren 1990-2000 und 2000-2006 beleuchtet. Dieser Abschnitt bezieht sich auch auf die Trends und Prozesse, die einen wichtigen Einfluss auf das politische Klima in den Jahren 2007-2010 hatten. Der zweite Teil des Artikels veranschaulicht universelle Probleme, die Zukunftsforscher sowohl in einem Entwicklungsland wie dem Iran, als auch in fortschrittlichen, hochentwickelten Ländern vorfinden.
Die globale Expansion der Demokratie in den 90er Jahren öffnete die Tore zu einer demokratischen Entwicklung in vielen Ländern auf der ganzen Welt. Dieser Trend ist im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts und besonders nach dem 11. September durch das radikale Verhalten aller Konfliktparteien unter Druck geraten. Die Folge dieses Radikalismus war eine Eiszeit für Demokratiebewegungen und Menschenrechte zwischen 2006-2006.
Während osteuropäische Länder durch die offenen Türen der EU von dieser vergifteten Atmosphäre verschont blieben, geriet der demokratische Prozess in Zentralasien, Russland und dem Nahen Osten besonders durch den Irak-Krieg ins Stocken. Auch das Wachstum des russischen Staatsnationalismus litt mehr als andere unter den toxischen Wirkungen dieses Radikalismus.
Heute sind wir mit der Frage konfrontiert: Können wir schon von einem Ende der Eiszeit bei den sozialen, demokratischen Bewegungen sprechen? Können die Demokratie, die Menschenrechte und der Entwicklungsprozess vor extremistischen Debatten gerettet werden und wieder als Plattform in der globalen Entwicklung ihre Rolle spielen?
Unterschiedliche Faktoren, bezogen auf die 90er Jahre und die Zeit zwischen 2000 und 2006, werden tabellarisch einem Vergleich unterzogen. Die Auswertung kann uns einer Antwort näher bringen.

1992-1999 1999 – 2006
Wirtschaft Wohlstand, globale Informationswirtschaft als Motor des Wirtschaftswachstums der USA Verlangsamung des Weltwachstums
Modelle der wirtschaftlichen Entwicklung Regierung in Volkswirtschaften geschwächt, expandierende Privatisierung Schwächung des sogenannten „social welfare systems“
Internationale Beziehungen Zerfallen der bipolaren Welt Die Weltherrschaft und der Versuch zur Bildung einer hegemonialen Monopol
Zivilgesellschaft Die Entwicklung der Zivilgesellschaft, Erweiterung der Rolle der nichtstaatlichen Organisationen (NGO), die Bildung des „Cyberspace“ Vorherrschaft des neokonservativen Dialogs und Erweiterung der internationalen Spannungen
Globale Bewegungen Entwicklung der regionalen Menschenrechtsbewegung zur globalen Bewegung Entwicklung der regionalen terroristischen Bewegungen zu weltweit agierenden Organisationen
Westeuropa Das Ende des Warschauer Paktes und die Bildung der EU 1. Antiglobalistischen Trends bei den Arbeitnehmern und Führer der Werker-Bewegungen und Syndikalisten (bzw. in Frankreich und den Niederlanden). 2. Wachsende Meinungsunterschiede innerhalb der Europäischen Union
Osteuropa Der Sturz des autoritären Regimes und die Entstehung von offenem politischen Recht
Zentralasien Zerfall der Sowjetunion, das Entstehen neuer Staaten, die Entwicklung einer offenen Rechts-Politik Wiederbelebung des autoritären Regimes
Russland Zusammenbruch des Sozialismus und der Beginn freiheitlicher Strukturen Wachstum und Expansion des radikal russischen Staats-Nationalismus
China Konzentration auf die wirtschaftlichen Entwicklung und eine Politik der Nicht-Einmischung in internationale Belange Eintritt in den internationalen Wettbewerb und die Koalitionsbildung zwischen Russland und China (Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit)
Naher Osten Saddams Niederlage im Kuwait-Krieg, Beginn des Dialogs zwischen Israelis und Palästinensern, Schwächung der extremistisch-islamischen Bewegungen Afghanistan und Irak-Krieg, Wachstum des islamischen Fundamentalismus im Iran und Nahen Osten, Dissens und Ende der palästinensischen und israelischen Friedensgespräche
Iran Bildung der 2. Khordad-Bewegung (der Ursprung der heutigen Grün-Bewegung) Niederlage der 2. Khordad-Bewegung und Sieg der radikalen Fundamentalisten unter Führung von Ahmadinejad

Wir fragen uns natürlich, welche Faktoren beim Übergang von einer Politik der Öffnung in den 90ern zur ideologischen und politischen Abgrenzung in den darauf folgenden Jahren eine wichtige Rolle gespielt haben?

Dazu beigetragen haben sicherlich folgende Faktoren:

1 – Die wirtschaftliche Krise und Rezession in Jahren 1999 bis 2003
2 – Die Ereignisse des 11. Septembers 2001
3 -Die Beschleunigung des weltweiten ökonomischen Wachstums, der wirtschaftlichen Entwicklung; Fortschritte der Post-industriellen Technologie und schnelles Veralten der Fertigungstechnik.
4 – Die Vertiefung der Klassenunterschiede (Vertiefung der Kluft zwischen Reich und Arm) hervorgerufen durch die schlechte wirtschaftliche Entwicklung, die herabgesetzte Produktivität. Die untere Schicht der Bevölkerung konnte nicht genug am wirtschaftlichen Fortschritt Mitte der 90er Jahre partizipieren.
5 – Der Wahlsieg einer Koalition aus rechts-konservativen Christen und Neocons in den USA und deren drastischer Einfluss auf den intellektuellen globalen Diskurs.
6 – Die Bildung der globalen kulturellen Identität in den Jugendbewegungen und die Entstehung der Kluft zwischen Jugendgruppen und politischen Parteien.
7 – Die hohen Ölpreise und ein Aufschwung in der Entwicklung zum Staatsnationalismus im Nahen Osten, Zentralasien und Russland, gemeinsam mit einer Zunahme der politischen und wirtschaftlichen Korruption. Dafür gab es eine Vielzahl von Gründen, u.a. die schlechten Kontrollmechanismen (Check & Balance) im Umgang mit der post-industriellen Entwicklung der Industrie, vor allem in den modernen Finanzmärkten.
8 – Die Evolution der islamisch-terroristischen Netzwerke wie Al-Qaeda von lokalen und regionalen Bewegungen zu globalen Akteuren.
9 -Die Unfähigkeit der progressiven Kräfte auf soziale Fragen und das Bedürfnis nach Gerechtigkeit Rücksicht zu nehmen

Zwei der genannten Faktoren haben eine unmittelbare Auswirkung auf die zunehmende Kluft zwischen der Bevölkerung und der demokratischen Entwicklungsplattform:

Erstens: Die schwachen Mechanismen einer gerechten Verteilung des Einkommens.
Zweitens: Die rasante wirtschaftliche Entwicklung während der neunziger Jahre.

Solche Gründe vertieften der Kluft zwischen Reich und Arm in vielen Ländern, lösten Unzufriedenheit und Frustration aus und führten zu einer Art der Isolation der Plattform der demokratischen Entwicklung. Diese Unzufriedenheit zeigte sich in verschiedenen Ländern und in verschiedenen Formen. In Europa insbesondere durch die Reduzierung der Zahl der Mitglieder in sozial-demokratischen Parteien, in Russland durch populistische Massenunterstützung mit Putins Staatnationalismus, in USA durch eine Schwächung der Position der Demokraten in den Jahren 1999-2000 und durch den Wahlsieg der Republikaner, im Iran durch den Sieg von Ahmadineschad in den Präsidentschaftswahlen.
Obwohl die Pläne für Privatisierungen eine positive Rolle zur Untergrabung der autoritären Regime gespielt haben, konnten sie jedoch in Ländern wie Russland, in denen es kein Balance & Kontrollesystem gab, als Expansion-Faktor die Vertiefung der Klassenunterschiede und einen Zuwachs der übermäßigen Korruption in Regierung und staatlichen Organisationen bewirken.
In China führten die politischen Reformen in den 80ern und die Kombination von Privatisierung und Export-Politik zum Erfolg der Privatisierungspläne und boten einen günstigen Rahmen für einen wirtschaftlichen Boom. In einigen anderen Ländern führten aber die Privatisierungspläne zu speziellen Subventionen für extremistische Gruppen und zum Ausbreitung der politisch-wirtschaftlichen Mafia.
Russlands Privatisierungsplan war während der 1990 Jahre durch den Wertverlust des Rubels und die vollständige Auflösung des Sozialversicherungs- und Altersvorsorge-Systems bestimmt, begleitet von schweren Schlägen auf den Demokratisierungsprozess in diesem Lande.
Im Iran hat das Scheitern der Regierung von Präsident Khatami bei dem Versuch, die politisch-wirtschaftliche Mafia zu kontrollieren, nicht nur zur konjunkturellen Abschwächung der 2.-Khordad-Bewegung und der Demokratie-Bewegung geführt, sondern auch die Privatisierungspläne Irans erlitten das gleiche Schicksal wie in Russland.
Ein weiterer Faktor, der in den 90ern Jahren zur Abschwächung der globalen demokratischen Bewegungen beigetragen hat, ist die Bildung eines unipolaren globalen Systems, die Herrschaft der Neocons-Ideologie und des Neocons-Dialoges in internationalen Beziehungen.
Die Globalisierung zwang in den vergangenen zwei Jahrzehnten viele politische Kräfte zur Überarbeitung ihrer politischen Plattformen und Perspektiven. Aus diesem Zwang heraus entstanden zwei verschiedene Sichtweisen für die Zukunft der menschlichen Gesellschaft in ihrem politischen Dialog.
Die erste Möglichkeit deutet an, dass durch den Globalisierungsprozess die Bildung einer globalen «Weltregierung» angestoßen wird. Viele Intellektuelle sehen eine Verbindung zwischen dem möglichen Erfolg der Globalisierung, des Globalismus und den Willen der großen Staaten.
Die zweite Sicht beleuchtet die Entstehung einer globalen Zivilgesellschaft und versucht die demokratische Entwicklungsplattform in Einklang mit dieser Planung zu realisieren. In dieser Sichtweise ist das Hauptthema der Globalisierung nicht die «Weltregierung», sondern die beschränkte Rolle des Staates in der globalen Zivilgesellschaft.
Zu den Befürwortern der Theorie zur Schaffung einer «Weltregierung» gehören verschiedene Gruppierungen mit jeweils unterschiedlichen Theorien zu diesem Thema: Die Neocons, Islamisten, Demokraten und Sozialdemokraten usw.
Die Neocons versuchen ihre Theorie zum Imperium mit den besonderen Interessen und der Verantwortung der wichtigsten Länder zu begründen. Sie glauben Frieden und Demokratie seien das einzige Produkt einer konkurrenzlosen militärischen Macht, die dazu fähig ist, Militärdiktaturen auf der ganzen Welt zu bekämpfen und zu unterdrücken.
Bei der islamischen Bewegung ist immer die Idee einer islamischen «Weltregierung» vorrangig gewesen, die die Interessen der Muslime gegen Nicht-Muslime schützen kann. Sie hat noch viele Anhänger in der islamischen Welt. Diese Idee wurde in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts von der Muslimbruderschaft (al-ichwân al-muslimûn) gefördert und profitierte nach der iranischen Revolution 1979 von der staatlichen Unterstützung.
Einige Demokraten und die sozialdemokratischen Kräfte sehen in der Europäischen Union ein Modell, das einen Schritt in Richtung „Weltregierung“ gemacht hat. Andere betrachten Muster und Form der Vereinten Nationen als Beispiel einer zukünftigen „Global Governance“.
Man kann deutlich sehen, dass der „Weltregierung“-Diskurs heute eine wichtige Frage in weltpolitischen Diskussionen geworden ist. Natürlich ist eine solche Idee so alt wie die politische Geschichte der Menschheit und wurde in verschiedenen politischen, philosophischen und religiösen Schulen auf unterschiedliche Weise reflektiert. Einige Denker der Aufklärungsära, wie z.B. Kant, haben die Bedeutung einer einzigen globalen Regierung und die Zusammenarbeit führender Nationen hervor gehoben. .
Es muss betont werden, dass historisch betrachtet alle Bemühungen in allgemeinen nicht für die Einrichtung, sondern gegen die Einrichtung einer „Global Governance“ gewesen sind. Die globale Zivilgesellschaft ist das wichtigste Produkt des Prozesses der Globalisierung und gilt als eine der wichtigsten globalen Diskurse, weil der Prozess der Erweiterung globaler Zivilgesellschaft nicht nur zum ersten Mal das staatliche Monopol (ohne Verlust der Regierung) in den internationalen Beziehungen beendet, sondern auch dem abstrakten Begriff „Bürger der Welt“ wirkliches Leben verleiht.

Innen- und außenpolitische Komponenten mit Einfluss auf das politische Klima im Iran in den Jahren 2000-2006

Die wichtigsten Punkte im Überblick:
– Der Versuch zur Stabilisierung des globalen unipolaren Systems
-Die Förderung der Politik des „heißen Krieges“ von der von Neocons geführten Bush-Administration
– Steigende Ölpreise
Die Ausbildung des Staatsnationalismus
– Die Ausdehnung der kulturellen Jugendbewegungen und die Bildung von „Weblogs“-Bewegung im Internet
– Die Verbreitung der religiösen extremistisch-islamischen Bewegungen im Nahen Osten

Innen- und außenpolitische Komponenten mit Einfluss auf das politische Klima im Iran in den Jahren 2007–2010
Die fünf wichtigsten innen-und außenpolitischen Themen, die in den letzten Jahren einen umfassenden Einfluss auf das politische Klima im Iran ausübten, sind hier genannt:
– Der Zerfall der unipolaren Welt
– Die Förderung der strategischen Koalition zwischen Europa und USA auf der Grundlage des Kalten Krieges und die Vollstreckung dieser Strategie (Embargos usw.) gegen den Iran
– Der schrittweise Rückgang der Ölpreise und die Schwächung des Staatsnationalismus
Die Politisierung der iranischen Jugendbewegung und eine verstärkte politische Rolle der Gesellschaft im Internet
– Die globale Schwächung und gelegentlich auch der Zerfall der radikalen islamistischen Bewegungen und abnehmende Bedeutung der Rolle der religiösen extremistischen Bewegungen

Auswirkungen der Auflösung des unipolaren Systems im Nahen Osten in den Jahren 2007 – 2010

Auf wirtschaftlicher Ebene:
– Intensivierung des Wettbewerbs zwischen China und den USA, in Zentralasien und im Nahen Osten.
– Ausbau des Wettbewerbs zwischen China und Europa (EU) im Nahen Osten.

Auf politischer Ebene:
– Die Erweiterung des Einflusses der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit in der Region.
– Die zunehmende Rolle der EU in den internationalen politischen Beziehungen.
– Der Ausbau der politischen Konkurrenz zwischen Europa und Shanghaier Allianz.
– Die zunehmende politische Zusammenarbeit zwischen USA und Europa.

Auswirkungen des Rückgangs der Ölpreise auf den Iran in den Jahren 2007 – 2008

Auf wirtschaftlicher Ebene:
– Das Schrumpfen der Wirtschaft
– Das Wachstum der Konkursrate
– Inflation
– Die steigende Arbeitslosigkeit
– Die Erhöhung des Haushaltsdefizits
– Der Börsencrash

Auf politischer Ebene:
– Die Auflösung der staatlichen nationalistischen Ölpolitik des Regimes
– Der verschärfte Wettbewerb innerhalb der staatlichen Gruppierungen des Regimes.
– Die Separation der wohlhabenden Schichten der Gesellschaft vom Staat
– Die Ausbreitung von Protesten und Streiks unter den Arbeitskräften in der Industrie

Die Auswirkungen der „Kalter-Krieg“-Strategie gegen die Islamische Republik in den Jahren 2007-2010

Auf wirtschaftlicher Ebene::
– Das Öl-Embargo.
– Der Rückgang des Außenhandels.
– Die Verluste bei den Exportmärkten.
– Die Unfähigkeit der Institutionen die Versorgung von Rohstoffen zu gewährleisten.

Auf politischer Ebene:
– Die Bildung einer gemeinsamen breiten politischen Front im Nahen Osten gegen den Iran.
– Die wachsende Unsicherheit in den Grenzgebieten Irans, die zunehmende Verbreitung extremistischer, ethnischen Bewegungen.
– Die ständigen und umfangreichen Werbekampagnen gegen die Islamische Republik.

Abschwächende Faktoren für islamische Bewegungen mit politischem Hintergrund im Iran und Nahen Osten in den Jahren2007-2010

Iran:
– Diskreditierte Rhetorik des politischen Führers, z.B. der „Aufruf zur Gerechtigkeit“ von Ahmadineschad.
– Der verschärfte Wettbewerb zwischen Regierung und Parlament.
– Das Heraustrennen der Jugendlichen aus der islamischen Bewegung.

Internationale Faktoren:
– Die politische Spaltung im Irak.
– Die Ausdehnung der Kontroverse zwischen Schiiten und Sunniten im Nahen Osten.

Betrachtet man die obigen Tabellen, kann man zu der Auffassung gelangen, dass in den Jahren 2007 – 2010 ein günstiges Klima für die Entwicklung, das Wachstum und die Expansion der sozialen Bewegungen existierte. Die Trends zeigen die Entstehung einer tiefen politischen und wirtschaftlichen Krise am Ende dieser Periode (2007 – 2010). Die Einmischung der heranwachsenden Genration in neue Bereiche z.B. in die Politik und die Manifestation und Erweiterung wirtschaftlicher Proteste sind zwei wichtige Merkmale dieser Zeit. Mit anderen Worten, die islamische Republik ist zum ersten Mal, insbesondere während der politischen Veränderungen der Gesellschaft, in einer säkularen sozialen Phase angekommen.

Herausforderung der zukunftsorientierten Kräfte im Umgang mit der neuen Situation

Aktueller Stand der zukunftsorientierten Gruppen:
Mit dem Auftauchen von Ideen aus der Zukunftsforschung (Futures-Studies) im Iran in den 80ern sind zwei wichtige und parallel verlaufende Diskurse entstanden. Der erste Dialog der „Futures-Studies“ wurde allmählich in akademischen Kreisen bekannt. Der zweite, „Futurism“, stand stark unter dem Einfluss von Theorien von Daniel Bell, Toffler und den Aktivitäten der „World Future Society“. Während der erste Dialog sich mit der Überprüfung der Theorien und der Suche nach Werkzeugen zum Verständnis zukünftiger der Szenarien beschäftigt, bemüht sich der andere Diskurs um angemessene Reaktionen einer Reihe von politischer Plattformen, sowie politischer und wirtschaftlicher Strategien auf die Herausforderungen der modernen Industriegesellschaft.

In der 2. Hälfte der 90er Jahre, mit der Erfindung des Internets, versuchten einige AktivistInnen die zukunftsträchtigen, richtungsweisenden Ideen allmählich unter den jungen Leuten zu verbreiten. Dies führte zur Bildung von Weblogs, Webseiten, Online-Gemeinden und verschiedenen Online- „Think Tanks“, die sich auf dieses Thema konzentrierten. Heute kann man im Iran in diesem Sinne von der Entstehung einer besonderen Tradition, vor allem in sozialen und politischen Diskursen sprechen. In den vergangenen zwei Jahren boomten diese Kreise und virtuellen Gemeinden und beeinflussten den sozialen und politischen Diskurs unter jungen Menschen. Diese Effekte sind besonders bei der Irans „Web-Blog-Bewegung“ im Internet deutlich zu erkennen.
Die Anwesenheit der jungen Generation in der politischen Szene hat ein günstiges Umfeld für den Ausbau der politischen Futurismus-Bewegung bereit gestellt und die Kontinuität dieser Anwesenheit ist eine der wichtigsten Voraussetzungen bei der politischen Futurismus-Bewegung.

Erfahrungen aus der Vergangenheit
In den ersten Tagen der Entstehung des Futurismus wurde die Verbindung der futuristischen Ideen mit den Inhalten politischer Plattformen als die größte Herausforderung der Futuristen gesehen.
In den 80ern versuchte der demokratische Kandidat Gary Hart bei den US-Präsidentschaftswahlen ein Team der demokratischen Partei, bekannt als die „computerists“, einer Plattform für die industrielle Entwicklung, mit seiner Wahlkampagne zu verbinden.
In 90ern versuchten Heidi und Alvin Toffler durch Beratungsdienste für die demokratische als auch für die republikanische Partei, durchgreifende Aktivitäten zum Verknüpfen der Futurismus- Ideen mit Hilfe politischer Parteien zu organisieren.
Auf diesem Feld (Verbindung der futuristischen Ideen mit den Inhalten politischer Plattformen) kann man in Europa von Auswirkungen des «dritten Wegs» von Giddens auf die Regierungspolitik Tony Blairs sprechen.
Trotz der Anstrengungen der letzten zwei Jahrzehnte konnte die Futurismus-Plattform sich zu keiner unabhängigen Partei-Ebene entwickeln. Die Ursache dieser Störung können zwei Faktoren zugeordnet werden:
– Futurismus-Plattformen beschränkten sich auf den Bereich der Entwicklung von Wirtschaft und Technologie.
– Es mangelt an einer klaren Vorstellung von der sozialen Basis der Futurismus-Bewegung.

In den 80ern beschränkten sich futuristische Entwicklungsplattformen vor allem auf das Gebiet der Informations-Ökonomie und Industrietechnik, und post-sozialistische und post-liberalistische Gedanken wurden als Ideen einer post-industriellen Gesellschaft interpretiert. Basierend auf solch einer Sichtweise betrachtete man die Entwicklung der Informations-Wirtschaft als den wichtigsten Weg beim Übergang zur industriellen und postindustriellen Gesellschaft.
Schrittweise mit dem Erweiterungsprozess der Globalisierung wurden neue Themen und neue Konzepte in den Diskurs des Futurismus integriert. Zu diesen Themen gehören die „Transnationalen Strukturen der Regierung“ und die „Globale Zivilgesellschaft“ in der Politik, die „Globalen Rechte“ im Bereich Justiz, sowie „Kapital und globaler Arbeitsmarkt“ auf wirtschaftlicher Ebene.
Zu den Entwicklungen des vergangenen Jahrzehnts hat das Entstehen von „Cyberspace“ und dessen rasche Ausdehnung mehr als irgendein anderes spezielles Phänomen den Diskurs in der Zukunftsforschung beeinflusst. Denn es gibt keinen Zweifel, dass in nicht allzu ferner Zukunft der Bereich des Cyberspace die Erledigung eines großen Teils der menschlichen Tätigkeit übernimmt. Dasselbe geschah, als die industrielle Revolution die Städte zum wichtigsten und größten Markt für Arbeitsplätze machte. So hat dieser Cyber-Bereich heute die Chance, möglicherweise der größte (virtuelle) Arbeitsmarkt für die menschliche Gesellschaft zu werden.
Karl Marx glaubte, dass die Gesellschaften sich dadurch unterscheiden, wie sie produzieren und was sie produzieren. Bell beschrieb auf der Grundlage eines solchen Modells die Unterscheidung zwischen landwirtschaftlichen, industriellen und post-industriellen Gesellschaften. Aber der grundlegende Unterschied zwischen den Gesellschaften im einundzwanzigsten Jahrhundert hängt nicht nur von diesen von Marx aufgeführten beiden Komponenten ab, sondern auch davon, in welchem „Space“ die menschliche Produktion geschieht. Also wird die Position und der Status jeder menschlichen Gesellschaft im einundzwanzigsten Jahrhunderts sowohl von dem Anteil in der Produktion, als auch der Arbeit und dem Reichtum in der Cyber-Gesellschaft abhängig sein.

Bisher sind die bekannten menschlichen Gemeinschaften und wirtschaftlichen und politischen Mächte in enger Beziehung mit dem geografischen Umfeld entstanden. Die Volkswirtschaft, die nationalen Staaten, die staatlichen und nationalen Strukturen, die Bürgerrechte, die industrielle und landwirtschaftliche Produktion sind alle in enger Beziehung zu einem bestimmten geographischen und physikalischen Raum dargestellt worden. Zum ersten Mal in der Geschichte besteht die Möglichkeit für Menschen, ihre produktiven Tätigkeiten außerhalb der geografischen Beschränkungen ihres Lebens zu beschreiben. Im Einklang mit dieser Beschreibung kann der Mensch des einundzwanzigsten Jahrhunderts seinen neuen Lebensraum ausbauen. Der entscheidende Punkt für die gesellschaftlichen Grundlagen der Parteien ist das Verständnis von einem solchen virtuellen Raum und seinen Möglichkeiten.
Daniel Bell betonte die historische Bedeutung der Wissenschaftler-Rolle beim Aufbau der Institutionen der modernen Gesellschaft. Die Globalisierung der 90er Jahre gestaltete eine Gruppe von Mitarbeitern, die wir globale Belegschaft zu nennen können. Heute arbeiten viele Aktive in verschiedenen Bereichen der Cyber-Gesellschaft. Ganz gleich, ob sie in politischen, wirtschaftlichen, pädagogischen und kulturellen Gebieten tätig sind, sie arbeiten als Architekten der Zukunft der menschlichen Gesellschaft. Wissenschaftler, globale Mitarbeiter und Architekten der Cyber-Community sind fundamentale Kräfte der modernen Gesellschaft und sollen als wichtigste Akteure der Futurismus-Bewegung betrachtet werden.
In den letzten zehn Jahren hat die Entstehung transnationaler Strukturen, z. B. in der Form der Europäischen Union, gleichzeitig mit der Entstehung des politischen und wirtschaftlichen Raumes im Cyberspace den Diskurs des Futurismus vom Mangel an Theorien befreit, der in den 80ern bestand. Neue Ressourcen für Zukunftsforscher und eine Ordnung ihrer politischen Plattform wurden verfügbar gemacht.

Fazit
Heute begegnet die Futurismus-Bewegung einer entscheidenden Frage: Können wir nun, theoretisch gesehen, behaupten, dass die nötigen Materialien für Entwicklung der Futurismus-Plattform zu einer Partei-Plattform vorhanden sind? Eine Antwort auf diese Frage erfordert umfangreiche Diskussionen über die globale Bewegung des Futurismus.
Doch bei näherer Prüfung der Futurismus-Bewegung im Iran ist zu erkennen, dass trotz allem, ganz gleich welche Antwort wir auf diese Frage geben, junge Menschen auf dem Wege zum Schauplatz der politischen Tätigkeit sind und, dass die Nachfrage nach politischen Institutionen durch die organisierte Zukunftsforschung steigt. Somit gehören die Entwicklung einer Strategie und konkrete Maßnahmen zur Reaktion auf solche Nachfragen zu den vorrangigsten Aufgaben der Futurismus-Gruppen.

نوشتن دیدگاه »

هنوز دیدگاهی داده نشده است.

RSS feed for comments on this post. TrackBack URI

پاسخی بگذارید

در پایین مشخصات خود را پر کنید یا برای ورود روی شمایل‌ها کلیک نمایید:

نشان‌وارهٔ وردپرس.کام

شما در حال بیان دیدگاه با حساب کاربری WordPress.com خود هستید. بیرون رفتن / تغییر دادن )

تصویر توییتر

شما در حال بیان دیدگاه با حساب کاربری Twitter خود هستید. بیرون رفتن / تغییر دادن )

عکس فیسبوک

شما در حال بیان دیدگاه با حساب کاربری Facebook خود هستید. بیرون رفتن / تغییر دادن )

عکس گوگل+

شما در حال بیان دیدگاه با حساب کاربری Google+ خود هستید. بیرون رفتن / تغییر دادن )

درحال اتصال به %s

وب‌نوشت روی وردپرس.کام.

%d وب‌نوشت‌نویس این را دوست دارند: